Physiotherapie

In der Haldenwangschule werden Kinder und Jugendliche mit cerebralen Bewegungsstörungen, mit sensomotorischen Auffälligkeiten und anderen neurologischen und neuromuskulären Erkrankungen einschließlich kognitiver Beeinträchtigungen physiotherapeutisch behandelt.

Voraussetzung für die Behandlung ist die ärztliche Diagnose und die ergänzende fachspezifische Befunderhebung. Danach wird überlegt, welche Behandlungsstrategien eingesetzt werden können, um sensomotorische Störungen zu bessern, kompensieren zu helfen oder zumindest Verschlechterung zu vermeiden.

Schwerpunkte der Physiotherapie ist die Optimierung der Haltungskontrolle (Aufrichtung und Fortbewegung), Verbesserung der Feinmotorik über Differenzierung der Hand- und Fußfunktion, Ökonomie der Atemfunktion, Koordination des orofacialen Bereiches (Verbesserung der Mundmotorik), Verbesserung der sensorischen Integration, Verbesserung der Lebensqualität (Selbstständigkeit, Bewegungsfreude).

Dies kann erreicht werden durch die Therapie nach Vojta, Bobath und SI, Psychomotorik, Castillo Morales und der Craniosacraltherapie.

Die Physiotherapie findet nach Absprache und in Zusammenarbeit mit den Eltern und Lehrern statt (Gespräche und Hospitationen). Besonders bei den cerebralparetischen Schülerinnen und Schülern ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit sehr wichtig. Lehrerinnen und Lehrer und Integrationshilfen werden im Handling, in der Lagerung der Schülerinnen und Schüler mit Mehrfachbehinderungen und im Umgang mit nötigen Hilfsmitteln angeleitet.

Die Hilfsmittelversorgung (Rollstuhl, Therapietisch, Stehständer, Bauchliegerollbrett, Orthesen) und –anpassung findet zusätzlich in Zusammenarbeit mit einem Rehaberater statt.
(Text: Praxis Möller)

Logopädie/Sprachtherapie

Seit Mai 2014 besteht eine Kooperation der Haldenwangschule mit dem Zentrum für Sprachtherapie Dr. Volker Maihack in Moers. Die Schwerpunkte der sprachtherapeutischen Behandlung können – je nach Bedarf des Schülers/der Schülerin – in der Verbesserung der lautsprachlichen Fähigkeiten liegen. In diesem Fall können beispielsweise die Erweiterung des Wortschatzes, des Sprachverständnisses und/oder die Verbesserung der Aussprache im Vordergrund stehen.

Ein besonderes Angebot richtet sich jedoch an die nicht- oder kaum-sprechenden SchülerInnen: Gemeinsam mit den Eltern, dem Klassenteam und der Sprachtherapeutin werden individuelle Förderperspektiven aus dem Bereich der Unterstützten Kommunikation gestaltet, um auch den SchülerInnen Kommunikations- und Mitteilungsmöglichkeiten zu eröffnen, die sich nicht in ausreichend verständlichem Maß lautsprachlich mitteilen können. Hier kommen beispielsweise Gebärden, Bildsymbole, Kommunikationstafeln und/oder einfache oder komplexe elektronische Kommunikationshilfen zum Einsatz.

 

Ansprachpartnerin des Zentrums für Sprachtherapie an der Haldenwangschule:

Dipl. Reha. Päd. Sabrina Schumnik

Ergotherapie

  • Entwicklungsstörungen
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Teilleistungsstörungen
  • Neuro-pädiatrische Erkrankungen
  • Verhaltensauffälligkeiten

Ziele und Inhalt:

  • motorisch-funktionelle Behandlung in Anlehnung an das Bobathkonzept und Affolter (Bewegungsanbahnung, Tonusregulation, Kontrakturenprophylaxe)
  • Verbesserung der Koordination
  • Entwickeln von eigenen und neuen Bewegungsmuster
  • Förderung von ADL-Tätigkeiten, d.h. höchstmögliche Selbstständigkeit in alltagsrelevanten Tätigkeiten erlangen
  • Förderung der Grob- und Feinmotorik durch handwerkliche Techniken
  • Förderung der Selbstwahrnehmung
  • Sensorische Integrationstherapie nach Jean Ayres
  • Bewegungsspiele, Wahrnehmungsübungen mit unterschiedlichen Materialien
  • Stärkung der Persönlichkeit und des Selbstbewusstseins
  • Spielerische Übungen zur Steigerung der Aufmerksamkeitsspanne
  • Anregen von Denkprozessen und Problemlösungen
  • Elternberatung